24.08. 2006 - neuer Eintrag

WORKSHOP IN INGOLSTADT

So, nun wollen wir mal von unserem letzten Workshop beim El Presidente in Ingolstadt berichten.


Wir kamen wie üblich Freitag Mittag in Ingolstadt an.
Zelt aufbauen, Tische und Stühle schleppen, Kaffee kochen und so weiter. Nach und nach kamen die ganzen Teilnehmer an, eine tolle Truppe wieder mal.

Als erstes wird ja immer eine Videoaufnahme von allen Hundeführern mit ihren Partnern gemacht die dann am Abend ausgewertet wird. Wie üblich durfte Hero den Vorzeigehund spielen, und obwohl er ja schon längere Zeit nicht mehr auf dem Platz gearbeitet hat, lief er wieder mal supergut. *stolz bin*



























Bei Nathanschen sah das alles schon etwas anders aus *lach*.
Reiner sagt immer, wo andere Hunde eine Batterie haben, hat Nathan drei. Was er damit wohl meint? *versteh ich gar nicht* Er ist nun mal ein Temperamentsbündel, aber ein ganz liebes!

Gott sei Dank gab es bei Nathans Vorführung einen Videofehler, so das nur noch der Rest vom "Hier" mit vorsitzen zu sehen war, da haben wir wieder mal Glück gehabt *zwinker*























Am Samstag ging es los mit Platzarbeit in 3-er Gruppen, anschließend fuhren wir zur Welpenspielstunde. Hier durften sich die Kleinsten mit den Größten begrüßen, lief alles supercool ab. Danach ging es ab in den Naturpark.
Am Wildschweingehege wurden manche schon sehr unruhig, es ist für die Hunde sehr anstrengend bei den ganzen Gerüchen und der Unruhe im Gehege ruhig zu bleiben. Aber auch dies gelang ohne größere Ausrutscher. Die Bison und das Rotwild wurde wesentlich gelassener begutachtet.

Nach einer kurzen Pause ging es ab zum Stadtgang, den haben Nathan und Frauchen aber ausgelassen *schäm*. Zur Nachtwanderung mussten wir leider auch passen, das hatte allerdings einen triftigen Grund. Nachtwanderung deswegen, weil es ein Anfängerworkshop war, bei den Fortgeschrittenen ist hier ja immer eine deftige Nachtübung angesagt.

Am Sonntag ging es wieder auf den Platz zur Unterordnung und bei dem einen oder anderen noch zur Problemkorrektur. Wir schlugen uns noch mal den Bauch voll und starteten dann zum nächsten Stadtgang. Hier wurde dann aber sehr deutlich, dass die Hunde eigentlich genug hatten und deshalb war es auch mehr ein ausklingender Stadtspaziergang mit nur noch wenigen eingebauten Übungen. Beim "Paul" trafen wir uns abschließend noch zur Schlussbesprechung und zum ratschen und gegen 16.30 Uhr war auch der letzte auf dem Heimweg.

Es war ein super Wochenende mit klasse Teilnehmern, die meisten davon kommen ja im Oktober schon wieder *augenroll*. Ich zeige Euch nun noch ein paar Bilder vom Event und von den Hunden - und wir freuen uns schon auf den 01.- 03. September wenn es wieder heißt:
Workshop in Ingolstadt!



Aramis


Anna und Calimero


Calimero


Gabi und Paul


Ghani und Frauchen


Peter und Genio


Pillepalle und Handine


Presa Baby


Püppiline


Püppiline


Susi


Rainer


Rainer


Rainer


09.10. 2005 - neuer Eintrag

TORTOUR IN INGOLSTADT

Hallo alle Neuinteressierten am Workshop im Oktober in Ingolstadt.

Ich werde Euch jetzt mal erzählen, wie es da wirklich abgeht:

Also: Wir beide - Sathanschen und ich - kamen am Freitag gegen 12.30 Uhr in Niederstimm an. Diese Amber - Katja war auch schon da. Der Kaffee war fertig, der Patz frisch gemäht und alles strahlender Laune.




Natürlich kamen Zug um Zug immer mehr der angemeldeten Teilnehmer an, so ganz Verrückte kamen sogar aus der Schweiz. Nach der Begrüssung durch Reiner ging es dann zur ersten Sichtung auf den Platz. Wir mussten einzelne Segmente aus dem BH - Laufschema vorführen, diese wurden gleichzeitig auf Video aufgenommen. Dieser Peter-W war auch da, der darf ja nicht fehlen. Wir mussten zwischendurch immer essen und trinken, schlimm war das.

Am späteren Nachmittag ging es dann zum ersten Stadtgang. Alles in allem sehr friedlich und ruhig. Anschliessend trafen wir uns in der Torkelstube zum Essen und zur Videoanalyse, sehr lehrreich und lustig. Gegen 22.00 Uhr ging der 1. Tag zu Ende, und Nathan und ich düsten Richtung Heimat.
Am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr war wieder Antritt. Nun waren mittlerweile fast alle da, von denen, die sich anmelden und dann ohne Entschuldigung fehlen will ich mal nicht reden. Es pisste aus Kübeln, also war zuerst wieder Stadtgang angesagt. Ich hab gar nicht gewusst, dass Ingolstadt so gross ist. Von Park bis Hauptstrasse war alles vertreten. Seitlich sichtoffene Brücken über die Donau mit unterbrochenem Boden, Gittertreppen von der Brücke runter, alle möglichen Bodenuntergründe, Teer, Beton, Kopfsteinpflaster, Sand, Schlamm, Rasen, Holz, Gitter und und und.


Kurz und gut - nicht nur die Hunde, auch die Führer waren ziemlich geschafft.
Nach dem Mittagsgrillen - der Reiner macht das gut - war erstmal Siesta angesagt. Gegen 15.30 Uhr folgte ein Tierarztvortrag über Erste Hilfe mit lebenden, vierbeinigen Patienten. Am Nachmittag zeigte uns der grosse Zampano eine Bindungsübung der besonderen Art. Auf dem Hundeplatz wurden am jeweils vorderen und hinteren Ende je ein Revierversteck aufgestellt. Reiner hielt den Hund hinter einem Zelt fest und der Hundführer musste sich hinter dem entgegengesetzten Zelt verstecken. Nach ca. einer Minute wurde der Hund einmal gerufen, der Hundeführer durfte sich aber nicht zeigen. Es war erstaunlich, wie die Hunde reagierten. Die meissten konnten das Rufen nicht zuordnen und hatten sichtlich Mühe, ihren Führer zu finden. Manchmal gelang es erst mit massiver Hilfe und Wiederholung.








Hier war ich allerdings superstolz auf meinen Nathan, er düste nach dem Rufen ab we eine Rakete und kam schnurstracks zu mir. Nach dieser Übung machten wir noch Gruppenarbeit auf dem Platz und danach war Ruhe angesagt bis zur grossen Nachtübung. Um 21.00 Uhr trafen wir uns alle am Westpark.
Die erste Etappe war natürlich wieder die vierstöckige Gittertreppe am Bauhaus. Im Grossen und Ganzen ging das aber reibungslos, einige kleine Verzögerungen durch ungeübte Hunde und das war es aber auch schn. Danach stiefelten wir alle miteinander über die Strasse - natürlich über eine Gitterbrücke - auf den anderen Parkplatz und von da ab einzeln über eine weitere enge Gitertreppe in die dunkle Tiefgarage. Hier stellten wir uns alle spaliermässig auf und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Als erstes kam ein grosses, dickes, laut dröhnendes Motorrad mit einem dunkel gekleideten Fahrer mit einem Helm mit schwarzem Visier. Hier reagierten einige der Hunde doch sehr darauf. Als dann das Michelinmenschkerle auch noch abstieg und jeden Hundeführer begrüsste, saß bei einigen der sonst so grossmäuligen Hündchen das Herz doch bis unter der Rute. Aber auch hier war alles noch im grünen Bereich. Der folgende vermummte Einkaufswagenschieber wurde dann gleich mal vorsorglich angebellt, aber vertreiben ließ sich der trotzdem nicht. Wir marschierten weiter über eine stehende Rolltreppe hinauf auf das Dach der Tiefgarage. Wieder kam ein Einkaufswagen - aber diesmal interessierte der niemanden mehr. Wesentlich schwieriger war dann der Abgang über eine gewinkelte Eisentreppe ins wirklich stockdunkle Untergeschoss. Doch selbst das wurde gemeistert.


Und was war Reiner dann eingefallen? Invasion der Geister, die Vorboten des Halloween. Irgendwo hat dieser Typ eine komische Ader *lach*.
Selbstverständlich wurde diese Gefahr erfolgreich vertrieben und nach knapp zwei Stunden Stress hieß es endlich - Feierabend.
Sonntag war um 11.00 Uhr Treffen, nochmal Stadtgang in der Altstadt von Ingolstadt und anschliessend noch Gerätespass auf dem Hundeplatz.

Hier haben wir uns vorzeitig ausgeklinkt da mein kleiner Sathan Probleme mit der Schulter hatte, wahrscheinlich etwas überanstrengt.
Alles in allem ein super gelungenes Wochenende mit viel Spass, vielen neuen Anregungen und Tips - ein ganz grosses Dankeschön an Reiner, Stefan und der guten Fee im Hintergrund - Manuela.


Und so gehts den Teilnehmern heute - am Tag danach...




September 2004

NATHANS LEHRJAHRE


Nun muss ich Euch mal was erzählen.
Am 2. September packte Frauchen ihre grosse Tasche, sammelte verschiedene Hundesachen und Decken ein, erzählte immer wieder von einem Lehrgang mit einem gewissen Karl Heinz Schneider und war insgesamt ziemlich nervös. Dabei sprach sie immer wieder von mir und was ich alles lernen würde. Was war denn hier los? Gegen 15.00 Uhr rief sie mich und packte mich ins Auto. Was denn kein Papa Hero und kein Akeem nur ich alleine? Das sind ja ganz neue Marotten. Naja, Frauchen wird schon wissen, was sie tut. Wir fuhren ca. 4 Stunden durch die Gegend und kamen dann an einem wunderschönen Haus in einer wunderschönen Gegend an bei Maria Hach im schönen Odenwald.
Frauchen nahm mich an die Leine und ging mit mir ins Haus. Da sass schon dieser ominöse Karl Heinz. Nanu, den kannte ich doch! Der hatte mich doch vor kurzem in meinem eigenem Haus immer aus seinem Bett geschmissen, als er hier zu Besuch war.


Na Klasse, das waren ja tolle Aussichten.
Der erste Abend verlief aber doch sehr harmonisch. Wir sassen auf der Terasse bei Maria und die Menschen erzählten und erzählten. Plötzlich tauchten mehrere Männer auf, Maria hat ja eine Pension. Ich knurrte sie vorsichtshalber erst mal an, aber ich beruhigte mich auch schnell wieder. Nur als der eine sich zu mir runtersetzte und mir doch ziemlich nah kam, zeigte ich mal kurz meine Zähne. Wer weiss, was der von mir wollte. Er zog sich dann auch sehr schnell zurück und meine Welt war wieder in Ordnung.


Die erste Nacht schlief ich mit Frauchen im Auto, unser Zimmer war nämlich noch nicht frei. Am nächsten Morgen zogen wir dann um, und nun gings los. Es trudelten immer mehr Leute und Hunde ein, darunter auch Amira, eine wunderschöne Grautigerhündin. Ich hab sofort mein Herz verloren und oh wunder sie mochte mich auch. Sie begleitete mich auch die nächsten Tage immer in meinem Auto, Mann, war ich stolz.


Abends lagen wir miteinander auf ihrer Decke und kuschelten. Gibt es was Schöneres, als von einen schönen Frau geliebt zu werden? Dieser erste Tag war eigentlich der Schönste für mich. Wir machten Gruppentraining, ich hielt mich auch ganz tapfer. Abends fuhren Amira, Zoltan Marias gelber Doggenrüde und ich mit Karl Heinz noch zu einer Brücke - über einen Bach- und ich ging ganz tapfer darüber.
Frauchen war mächtig stolz auf mich. Dies war auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Als wir zum Auto zurück liefen kam auf einmal so ein riesengrosses vierrädriges metallenes Etwas auf mich zu sie nannten das Einkaufswagen. Nun war es mit meinem Mut vorbei. Ich legte mich flach auf den Boden und war nicht mehr zum Weitergehen zu bewegen.
Der wollte mich bestimmt überfahren! Erst als er weg war lief ich ganz schnell zu meinem Auto und brachte mich in Sicherheit. Puuh, so ein Schreck am Abend.
Oh je, jetzt kam schon das nächste. In der Pension musste ich eine geschwungene Holztreppe rauf zu unserem Zimmer. Was war das denn schon wieder? Aber gut, ich liess mich hochbetteln und auch mit viel Zureden dazu bewegen, in das fremde Zimmer zu gehen. Und was für ein Glück hier stand ein grosses weiches Bett. Natürlich liess ich mich nicht lange betteln und verschwand sofort darin. Tief und fest schlief ich die ganze Nacht. Der nächste Morgen brachte die nächste Überraschung, ich sollte diese Treppe wieder runtergehen! Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde, ich hatte zwischenzeitlich in allen anderen Pensionszimmer Schutz gesucht, dann packte ich meinen ganzen Mut zusammen und lief diese Treppe hinunter.
Doch was macht Frauchen? Auf Anweisung dieses Karl Heinz musste ich noch dreimal rauf und runter! Ich glaub`, der mag mich nicht. Wir fuhren wieder zu einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes und nun musste ich zwischen diesen Wägen durch, in eine Tiefgarage, in die Parkbox von diesen Wägen und was soll ich sagen ich war ganz tapfer und hab alles gemacht. Nur diese grosse Eisentreppe haben sie mir erspart, Gott sei Dank, ich bin ja noch so klein. Völlig platt liess ich mich in meinem Auto nieder und schlief erst mal 'ne Runde. Soviel Aufregung aber auch!
Nun kam auch noch Amor, ein gestromter Doggenrüde und auch ein Freund von Amira! Dem hab ich aber gleich mal die Zähne gezeigt, er sollte gleich merken, dass dies meine Amira war! Nachmittags hiess es dann auf geht`s- wir gehen Strassenbahnfahren.


Was war denn das nun wieder? Ich bin doch ein Landkind, so was hab` ich ja noch nie gesehen! Aber ich war so was von tapfer und mutig stolzgeschwellte Brust zeig`- ich habe es hervorragend gemeistert. Eigentlich war das Alles ja gar nicht so schlimm, schliesslich war ja Frauchen bei mir, die passte schon auf, dass mir nichts Böses geschieht. Ich muss sagen, ich lieb`mein Frauchen schon sehr und ich glaube, sie mich auch.


Ich bin ja auch ein kleiner süsser N(S)athan oder wie Sabine immer sagt N(S)athanschen. Jetzt war auch dieser aufregende Tag zu Ende, also wieder rauf die Treppe und ab ins Bett.
Mann, war ich ko.


So, heute war der letzte Tag. Was der wohl brachte? Erstmal wieder Treppen runter ich traute mich schon immer schneller und ab zum Bahnhof. Was war das denn? So viele Leute und Geräusche auf einem Haufen hatte ich ja noch nie gesehen. Was soll ich Euch sagen ich fuhr Aufzug, das machte sogar richtig Spass, ging auf einmal über grosse Gitterroste, alles kein Problem.


Naja, die Bahnhofshalle war schon riesig, aber auch hier war ich ganz tapfer. Ich lief auf a.....glatten Steinboden, stiefelte offene Steintreppen rauf und runter, setzte mich auf den Bahnsteigen nieder und hatte auch keine Angst vor den an und abfahrenden Zügen. Nur dieses aah, ein Dalmatiner ging mir ganz schön auf die Nerven! Leider machte Frauchen jetzt einen Fehler.


Ihr Bauch sagte ihr, jetzt ist es genug für den kleinen Mann, aber sie wollte bei der letzten Übung natürlich auch nicht kneifen. Also noch mal Bahnsteig mit allem Drum und Dran und noch mal Treppe. Was soll ich sagen ich war hoffnungslos überfordert, die ersten Stufen lief ich noch und dann war Schicht. Ich konnte einfach nicht mehr.
Alles Zureden half nichts, ich legte mich auf die Treppen und stand nicht mehr auf. Schliesslich trugen mich Claudia Amira`s Frauchen und Petra mein Frauchen die letzten Stufen hoch. Ich war einfach am Ende. Frauchen machte sich die schlimmsten Vorwürfe.


Um sie etwas aufzumuntern lief ich dann aber ganz tapfer zum Parkhaus zurück und fuhr auch problemlos mit dem Aufzug zu unserem Parkdeck. Sie lobte mich und knuddelte mich und sagte mir immer wieder, wie dumm sie gewesen sei.


Was soll's , wir haben es überstanden und ich bin total stolz auf mich. Selbst dieser Karl Heinz hat mich gelobt!


Nach einer Ruhepause auf der Decke mit Amira ging es am frühen Sonntagnachmittag zurück nach Hause. Ich musste zwar Amira zurücklassen, aber Papa Hero, Akeem und natürlich auch Herrchen warteten ja auf mich.
Es war ein sehr anstrengendes, aber auch sehr lehrreiches Wochenende für mich. Ich wusste gar nicht, dass ich so tapfer bin und mich soviel traue. Jetzt kann es nur noch besser werden!













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